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Das Studium an der fadbk |
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Die "Freie Akademie der bildenden Künste, Essen" (fadbk) ist eine junge, noch relativ kleine, jedoch moderne und weltoffene Akademie. An der Akademie sind über 200 Studierenden aus 19 Nationen, darunter Studenten aus fast allen EU-Staaten, aber auch z. B. aus China, Korea, Russland, Südamerika und den USA eingeschrieben.
Die fadbk ist eine private, unabhängige, selbstverwaltete und wirtschaftlich autark arbeitende Akademie, deren Trägergesellschaft eine Aktiengesellschaft ist. Dies gewährleistet eine größtmögliche Flexibilität bei der Implementierung und strukturellen Umsetzung neuer künstlerisch-wissenschaftlicher Erfordernisse im allgemeinen Curriculum und es gewährleistet andererseits auch, dass die erwirtschafteten Mittel immer ökonomisch sinnvoll und nachhaltig für die Ziele eines sich stetig entwickelnden und modernen Kunststudiums und zum Wohl der Studierenden verwendet werden.
Studieren an der fadbk, das bedeutet, eine Akademie zu besuchen, an der man sich kennt, an der in überschaubaren Klassen und kleinen Werkstattgruppen intensiv künstlerisch gearbeitet und geforscht wird, in der überfüllte Seminare und Vorlesungen ein Fremdwort sind und an der eine hervorragende Studierbarkeit und gute Ausstattung mit Lehrmitteln eine Selbstverständlichkeit sind. Die Qualität der Lehre und der Ausstattung wird durch eine kontinuierliche Evaluation gesichert, hinterfragt und wo nötig verbessert.
Studieren an der fadbk, das bedeutet, mit einer Fülle von künstlerischen Positionen von Dozenten, Kommilitonen und Gastkünstlern konfrontiert zu werden, es bedeutet wählen zu können, ob man sich lieber auf einen Fachbereich, eine Disziplin konzentriert, oder eher interdisziplinär arbeitet, oder vielleicht sogar ein Studium in zwei Fachbereichen absolviert. In jedem Fall hat man eine große Auswahl an obligatorischen und fakultativen Studienangeboten zusätzlich zu den Künstlerklassen.
Studieren an der fadbk, das bedeutet auch, dass man nicht nur als kreativer Mensch ernst genommen wird, sondern auch in seinen sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen und Bedürfnissen wahrgenommen wird und, wo möglich und notwendig, unterstützt wird. Studierende, denen es schwer fällt, die regulären Studiengebühren aufzubringen, können Ermäßigungen und Stipendien beantragen. Sowohl die Akademie, wie die Studentenschaft, als auch der Förderverein bieten hier unterschiedliche Modelle, um bei der Finanzierung des Studiums falls nötig zu helfen.
Studieren an der fadbk, das bedeutet jedoch auch, dass man nicht nur in seiner künstlerischen Arbeit eigenverantwortlich handelt, sondern auch dass man das kulturelle, politische und soziale Gefüge der Akademie aktiv und verantwortungsbewusst mitgestaltet, sich an den demokratischen studentischen Gremien und ihrer Willensbildung, sowie an den allgemeinen Aufgaben beteiligt. Die an der fadbk eingeschriebenen Studenten bilden die Studentenschaft. Sie hat das Recht der Selbstverwaltung und Erhebung von Beiträgen.
Studieren an der fadbk im Süden Essens bedeutet nicht zuletzt auch, in einer Stadt zu studieren, die als Kulturhauptstadt Europas 2010 nominiert ist, welche vom Kultur- und Freizeitangebot, sowie der Infrastruktur her alle Vorzüge einer großen Metropole bietet, und dennoch im Umfeld der Akademie Wasser, Grün und intakte Landschaft aufweist.
Das Studium der freien Kunst an der fadbk beinhaltet eine Fülle von verschiedenen
Lehr- und Lernmethoden, welche sich, den jeweiligen Anforderungen und Notwendigkeiten entsprechend, ändern und an die individuellen Bedürfnisse der Studierenden angepasst werden können. Die Hauptmethoden der Lehre sind: Einzel- und Gruppenkolloquien in den Fachklassen, unabhängige und individuelle Studien, Vorlesungen, Seminare, Übungen und Workshops, Tutorien, Projekte, Studentenausstellungen, Exkursionen, schriftliche und mündliche Prüfungen und Examenspräsentationen. Der Fortgang und Erfolg des Studiums, individuelle Studienleistungen und die Ergebnisse von Prüfungen werden in einem Studienbuch dokumentiert. Zusätzlich bietet die Akademie die Möglichkeit der Teilnahme an Wettbewerben, Stipendien und internationalen Austauschprogrammen.
Über das normale Curriculum hinaus veranstaltet die Akademie regelmäßig öffentliche Vorträge, Ausstellungen, Werkberichte, Konzerte, Podiumsdiskussionen und Symposien mit Künstlern und Wissenschaftlern der verschiedensten Disziplinen.
Das Studium der bildenden Kunst an der fadbk gliedert sich in jeweils zweisemestrige Studienmodule und besteht aus einem mindestens drei- bzw. vierjährigen Studienprogramm, abhängig davon, ob man das Studium als berufsbegleitendes Studium oder als Vollzeitstudium absolviert.
Entscheidend für die Zulassung zum Studium ist die künstlerische Begabung und entsprechende Motivation der Bewerber.
Das Studium steht grundsätzlich allen Bewerbern mit Hochschulreife nach Mappenvorlage und Bewerbungsgespräch, in dem über die Zulassung entschieden wird, offen.
Die Hochschul- oder Fachhochschulreife ist wünschenswert, jedoch keine zwingende Bedingung für die Zulassung zum Studium. Von der Hochschulreife kann abgesehen werden, wenn die künstlerische Qualität der Bewerbungsmappe dieses rechtfertigt und ein erfolgreicher Studienverlauf möglich erscheint.
Nach einem Bewerbungsinterview mit Mappenvorlage erfolgt, bei entsprechender Eignung, die Zulassung zum Studium und die Aufnahme in einen, oder bei einem Studium mit zwei Schwerpunkten ggf. in zwei der spezialisierten Fachbereiche
- Malerei / Grafik / Druckgrafik / interdisziplinäre Arbeit
- Fotografie / Medien / interdisziplinäre Arbeit
- Bildhauerei / Plastik / interdisziplinäre Arbeit,
in eine oder zwei Fachklassen, bzw. Orientierungsklassen.
Zusätzlich zu den üblichen Bewerbungen von Studienanfängern für das erste Studienjahr, begrüßt die Akademie auch Bewerbungen für das zweite Studienjahr, oder in Ausnahmefällen auch für das dritte Studienjahr, von entsprechend qualifizierten Bewerbern. Gleiches gilt für Bewerbungen für ein Aufbaustudium.
Die generellen Ziele des Kunststudiums an der fadbk sind:
- die Studierenden zu befähigen, ihre ureigenen imaginativ-künstlerischen und intellektuellen Fähigkeiten und Ressourcen zu entwickeln;
- in ihnen die Möglichkeit eines hohen technisch-künstlerischen Standards und eines ganzheitlichen und tiefen Verständnisses des künstlerischen Prozesses zu entwickeln;
- die Studierenden sowohl in ihrer künstlerischen Unabhängigkeit und Freiheit zu stärken, als auch in ihrer Fähigkeit zur Zusammenarbeit und zur Entwicklung einer selbstkritischen, selbstverantwortlichen und sozialen Individualität zu ermutigen;
- die Studierenden durch die Auseinandersetzung mit einem weiten philosophischen, kunsttheoretischen, historischen und sozioökonomischen Kontext von Kunst und Kultur zu einem kritischen und kreativen Denken zu führen;
- den Studierenden die Entwicklung und Kultivierung hoher Standards an künstlerischer Artikulationsfähigkeit zu ermöglichen, gepaart mit der Fähigkeit künstlerische Konzepte zu generieren, diese in Wort und Schrift adäquat zu kommunizieren und die hierfür notwendigen Informationen effizient zu sammeln und zu verwerten;
- die Studierenden dazu anzuregen, sich mit Neugier, Forscherdrang und künstlerischer Imaginationskraft, sowohl formal-technischer, wie konzeptuell künstlerischer Problemstellungen anzunehmen, um so ihre Erfahrungen in der professionellen künstlerischen Praxis zu sammeln und sich in einem weiteren kulturellen Kontext, in einem freien, oder angewandten künstlerischen Beruf zu behaupten.
Im ersten Studienjahr (Orientierungsbereich) arbeiten die Studierenden eher aufgabenorientiert und folgen einem generellen Studienprogramm, welches als Propädeutikum und Orientierungsstufe dient. Neben den Orientierungs- bzw. Fachklassen gibt es hier ein breites Angebot an obligatorischen und fakultativen Grundlagen- und Werkstattseminaren zur Ausbildung grundsätzlicher handwerklich-künstlerischer Fähigkeiten, sowie theoretische Proseminare und einführende Vorlesungen. Der erste Studienabschnitt endet mit einer Zwischenprüfung, deren Bestehen die Zugangsvoraussetzung für das Hauptstudienprogramm ist.
Im zweiten und dritten Studienjahr (Hauptstudienprogramm) arbeiten die Studierenden dann eigenständig an vertiefenden Studien in den jeweils gewählten Disziplinen, welche zu einer eigenverantwortlichen und individuellen künstlerischen Arbeit führen. Hier ist die freie Künstlerklasse der zentrale Ort der Lehre, an dem sich Künstler und Studierende in direktem Austausch und in Konzentration auf das künstlerische Tun des Studenten begegnen. Die Entwicklung eines eigenen künstlerischen Standpunktes, eines fundierten künstlerischen Ausdrucks- und Darstellungsvermögens braucht Zeit und Ruhe. Dieser Notwendigkeit trägt die freie Künstlerklasse Rechnung, indem hier ein Ort geschaffen ist, an dem sich Lehrende und Studierende in gemeinsamer Arbeit und Diskussion begegnen können und sich der Studierende, in Auseinandersetzung mit dem Vorbild des erfahrenen Künstlers seiner eigenen Anlagen und Qualitäten bewusst werden kann.
Um diesen eher traditionellen Nukleus der Künstlerklasse herum organisiert sich das Studium an der fadbk allerdings eher in neuen und zukunftsweisenden Formen, welche auf eine sich immer schneller wandelnde Kunstpraxis und ihre Theorie reagieren.
So wird die Arbeit in der Künstlerklasse ergänzt und belebt durch die Belegung einer weiteren Fachklasse, mit der die Studierenden einen weiteren frei wählbaren Schwerpunkt bilden können, um so zu einer individuellen Studienstruktur nach eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten zu gelangen.
Hierdurch wird die Ausbildung um inter- und transdisziplinäre Inhalte und Lehrformen erweitert, welche den Studierenden die Möglichkeit eröffnet weitere Anregungen, Meinungen und Kritik zu bekommen, um die eigene Arbeit noch tiefer zu durchdringen und zu reflektieren und weitere künstlerische Kernkompetenzen zu entwickeln.
Neben der individuellen künstlerischen Arbeit besteht im zweiten Studienjahr auch die Möglichkeit der Gruppen- und Projektarbeit.
Zusätzlich absolvieren die Studierenden ein kunstwissenschaftliches Begleitstudium in Form eines obligatorischen studium fundamentale, in dem sie philosophische, kunsttheoretische, kunst- und kulturhistorische Seminare und Vorlesungen belegen, sowie Veranstaltungen zu Management und Professionalisierung der künstlerischen Arbeit besuchen.
Das Hauptstudienprogramm wird mit einer eigenständigen künstlerischen Arbeit abgeschlossen, welche in einer Examenspräsentation vorgestellt, und in einem Prüfungskolloquium kommuniziert und diskutiert wird. Nach einem erfolgreichen Examen erhalten die Studierenden den Akademiebrief.
Darüber hinaus gibt es ein interdisziplinär ausgerichtetes Aufbau-Studienprogramm , welches über die Dauer von zwei Jahren, die Möglichkeit bietet, die eigenen künstlerischen Forschungen zu vertiefen und die eigene künstlerische Position im Austausch mit renommierten Künstlerpersönlichkeiten auszubauen. Während des Aufbaustudiums besteht die Möglichkeit einen Meisterschülerstatus zu erreichen.
Die Infrastruktur und Ausstattung der Akademie, sowie die Verfügbarkeit von Lehrmitteln und technischem Inventar sind außerordentlich gut. Die Werkstätten, Labore, Mal- und Zeichensäle, sowie die Bibliothek stehen den Studierenden täglich bis zu zwölf Stunden und an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung. Die Website der fadbk bietet neben umfangreichen Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit, eine Fülle von ständigen Online-Ausstellungen, die über die künstlerische Arbeit an der Akademie informieren, sowie ein leistungsstarkes Intranet, welches viele Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten für den akademieinternen Austausch und die Vermittlung von Lehrmaterial bereitstellt. |
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